Ernährung

Keimfutter Obst & Gemüse Kräuter & Grünes
Giftige Pflanzen    

Dass Wellensittiche hauptsächlich Körnerfresser sind, braucht an dieser Stelle vermutlich nicht mehr gesagt zu werden. Ein Paar gute Tipps können jedoch hoffentlich nicht schaden ;).

  • Tipp N°1: Körnerfutter ist für die Piepser erst dann gesund, wenn es eine gewisse Frische aufweist. Eine sinnvolle und einfache Art, Futter auf dessen Qualität zu testen, ist der Keimtest. Man nehme dazu eine Handvoll Körnchen und bewässere diese einen halben Tag lang in einer Schüssel. Man halte diese danach in einem Küchensieb schön feucht. Keimen die Körner nach spätestens 2 Tagen in überwiegender Anzahl, zeugt dies von qualitativ hochwertigem Futter!

  • Tipp N°2: Dreh' mal die Futterpackung um, und schaue genau auf den Inhaltsangaben: Inhalte wie Honig oder "Bäckereierzeugnisse" zeugen von qualitativ bescheidenem Futter, "veredelt" mit Croissant-Reste und Honig.

  • Tipp N°3: Deine Engel freuen sich riesig, wenn neben dem gewohnten Körnerfutter auch noch ab und zu frisches Obst und Gemüse zur Verfügung stehen.

Außerdem werden wir im Laufe der Zeit versuchen, euch hier eine komplette Liste mit für Wellensittiche geeigneten und ungeeigneten Nahrunsmitteln zur Verfügung zu stellen. Verbesserungsvorschläge oder weitere Tipps sind jederzeit willkommen!


Keimfutter

Keimfutter ist neben Körnerfutter und Grünes das meist geliebte Leckerli unserer gefiederten Freunde. Es ist eine wahre Feier zu beobachten, wie sich der ganze Schwarm freut, auf einem kleinen Teller stürzt, um dann die einzelnen Körner rauszubuddeln und zu geniessen.

Wilde, in Australien lebende Wellensittiche ernähren sich besonders während ihrer Brut- und Aufzuchtzeit vorwiegend mit halbreifen Sämereien oder Gräser. Gekeimtes Futter fördert die Bildung bestimmter Vitamine und ist besser zu vertragen als trockene Samen. Und wenn man beobachtet, welche Freude die Piepser an den freuchten, angekeimten Körnern zeigen, leuchtet es auch ein, dass sie solch ein Mahl sehr willkommen heissen.

Grundsätzlich sollte 1 TL gekeimtes Futter pro Engel pro Tag vollkommen ausreichend sein. Übriggebliebenes Futter kann bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. In diesem Fall musst Du jedoch am nächsten Tag unbedingt darauf achten, dass das Futter noch frisch riecht und aussieht. Außerdem solltest Du es eine Weile bei Zimmertemperatur warm werden lassen, bevor Du es Deinen Piepsern servierst.

Die Zubereitung ähnelt sich dem Keim-Test. Die Körner werden 8-12 Stunden lang in einem Gefäß bewässert, danach abgespült und in einem Küchensieb umgefüllt. Jede 12 Stunden werden sie wieder kräftig durchgespült. Dieser Vorgang wird 2 bis 3 mal je nach Zimmertemperatur und Keimvorgang wiederholt. Aus eigener Erfahrung können wir empfehlen, die Körner vor dem Servieren nicht mehr zu befeuchten, trocken werden sie nämlich lieber angenommen

Bei der Zubereitung von Keimfutter ist peinlichst auf Hygiene zu achten! Sauer riechendes oder gar verschimmeltes Futter ist verdorben und darf auf gar keinen Fall angeboten werden! Besonders in den warmen Sommermonaten kann dies sehr schnell passieren.

Anmerkung: Wissenschaftlich gesehen teilen sich die Meinungen bezüglich der halbreifen Sämereien sehr stark.Manche Studien behaupten, sie seien für die Zucht und Brut der freilebenden Wellensittichen unabdingbar, während andere Studien die Abhängigkeit von gekeimten Körnern bei der Zucht nicht belegen konnten. Hin oder her, Fakt ist, dass das Keimfutter für jeden Wellensittich ein willkommener Schmauß ist, den sich kein Piepser entgehen lassen wird.


Obst & Gemüse

Ananas Kirschen Paprika
Apfel Kiwi Pfirsich
Aprikose Knoblauch Pflaume
Aubergine Kohlrabi Rucola
Banane Kürbis Rote Beete (roh)
Birne Litschi Salatgurke
Broccoli Mais Spinat
Granatapfel Mandarinen Tomate
Kaki Mango Zucchini
Karotte Melone  
Kartoffeln Orange  

Bemerkung: Avocados dürfen auf gar keinen Fall an Ziervögeln verfüttert werden!


Küchenkräuter & Grünes

Basilikum Koriander Petersilie
Bohnenkraut Kresse Rosmarin
Dill Liebstöckel Salbei
Estragon Löwenzahn Thymian
Golliwoog Majoran Vogelmiere
Karottengrün Minze  
Klee Oregano  

Bemerkung: unsere Engel sind wie verrückt nach Rosmarin, Thymian, Golliwoog aber besonders nach Basilikum


Giftige Pflanzen

Avocado Maiglöckchen/Tal-Lilie Tabakpflanze
Clematis/Waldrebe Nachtschatten Wallnuss
Dieffenbachia/Schweigrohr Oleander Weihnachtsstern
Eibe/Taxus Philodendron/Baumfreund Wilder Wein
Fingerhut Rhododendron/Azalee Wolfsmilch
Garten-Wicke/Platterbse Robinie/falsche Akazie  
Lupine Seidenblume/Schwalbenwurzel  
Mirela, Dez. 2009