Mach es zu Deinem Projekt...

Als Grundgerüst unserer Voliere diente uns ein Ivar-Regal von Ikea.

Wir haben uns lange überlegt, ob wir dieses nehmen, oder uns beim Baumarkt mit Holz eindecken, und auch das Grundgerüst selbst bauen. Da aber in unserer Wohnung alle Wände, Decken und Kanten schon schief genug sind, haben wir uns für die ein kleines wenig teurere aber wahrscheinlich stabilere (wir und Grundgerüst bauen ) Variante entschieden. Und warum schwer machen, wenn man es auch einfacher haben kann?

Also schnell zum Ikea. Schnell ist gut...Wir haben nämlich kein Auto, und sind ersteinmal "nur zum gucken" mit dem Bus hingefahren, und falls es uns gefallen sollte, wollten wir das Ding mit dem Bus auch wieder zurück transportieren..geht ja bei 1.80m hohen Brettern (naja...was man als Student alles auf sich nimmt).

Nun beim Ikea angekommen haben wir uns dann doch für die 2.26m Variante entschieden. Aber wie nun nach Hause holen ohne Auto? Mietwagen wäre zu teuer...also Papa angerufen und das Regal mit Ach und Krach in sein schön gepflegtes Auto gequetscht. Wir haben dann natürlich nicht mehr reingepasst, aber Bus fahren macht ja Spaß.

Zu Hause dann fix das Teil aufgebaut, und gemessen und geplant was wir denn noch so brauchen, und wie wir das Ding zu "unserem Projekt" machen.

Das sah dann erst einmal so aus:

Und da wir es zu unserem Projekt machen wollten, mußten wir vorerst in den dafür perfekt geschaffenen Shop. Also ab zum Baumarkt (diesmal mit der Bahn...sonst wirds langweilig)! Da haben wir geschaut, was wir so alles an Brettern, Leisten, Verschlussmöglichkeiten, usw. brauchen.

Als erstes haben wir uns um die Kot-Schublade gekümmert: Wir haben uns gedacht, dass es uns auf Dauer nerven würde, wenn wir mit einer 1m x 0,50m großen Schublade zum reinigen rumlaufen. Also entschlossen wir uns für keine Schublade, sondern haben den Boden fixiert, und mit Brettern umzäunt, an denen vorne eine Klappe mit Magneten angebracht werden soll, so dass man den ganzen Einstreu gut auskehren kann:

 

 

 

 

Als nächstes kamen die Türen dran. Also gut ausgemessen, und abgesägt:

Die Ecken jeweils mit Schrauben verbunden...

...und Winkeln gerade fixiert...

...sah die ganze Sache dann schon recht anschaulich aus

Dementsprechend war auch die Begeisterung auf der Südtribüne *gähn*:

So....die Türen mit Scharnieren und Verschlussmöglichkeiten versehen

...konnten wir uns dann um die Futter-Drehteller kümmern: Dafür haben wir an den Seiten zwei Latten übereinander angebracht, und jeweils in der Mitte mit einem Loch versehen, so dass da ein Bolzen (wir haben einen langen Nagel genommen) reinpasst:

Dazwischen haben wir dann ein Brett eingebettet an dem wir anschließend die Futternäpfe angebracht haben. So sieht das ganze dann offen aus:

und so geschlossen:

Dann kamen die Gitter: wir haben hierfür V2A-Gitter in 2mm (!!!) Dicke (nicht das da jemand ausbrechen kann ) genommen, wonach man schon mehr erkennen kann, dass eine Voliere entstehen soll.

Nachdem wir die Gitter von innen mit einer Tackerpistole überall befestigt hatten, mußten wir noch die Ecken und Kanten verletzungsfrei machen. Da das Gitter von uns sehr dick war, konnten wir hierfür keine Holzleisten (wir hatten mit Tapetenleisten geplant) nehmen, da wir sonst die Türen nicht mehr hätten verschließen können.

Also fanden wir im Baumarkt Rolladengurt, welches uns dann für das Abdecken Mittel zum Zweck wurde. Und farblich passte es auch noch. Mirela meint, das sieht ein wenig aus, wie in der Gummizelle...aber naja...mit ein bissi Deko geht das dann schon wieder:

Nachdem wir dann alle Gitter verletzungsfrei angebracht hatten, und die Voliere eine dritte Tür bekam war sie auch schon fertig:

Jetzt musste die ganze Kiste nur noch mit Deko versorgt werden, womit wir unserer Belegschaft einen reibungslosen Einzug erleichtert haben. Das ganze sah dann so aus:

Der Fleck an der Tapete links von der Voliere ist übringens das künstlerische Werk von Cubie und Bitschki . Das ist uns zum ersten mal auf dem Foto aufgefallen...da stand vorher nämlich der alte Käfig.

Maik, Nov. 2009