Search

Vogelkauf

"Wir wünschen uns ein Haustier!"

Mit diesem Gedanken fängt alles an. Nun stellt sich die Frage: Was sollte es denn für ein Tier werden? Was passt zu uns?

Wenn man nun mit dem Gedanken spielt einen Vogel, und genauer gesagt einen Wellensittich mit nach Hause zu nehmen, muss man sich über ein Paar Tatsachen im Klaren sein. Wenn man diese verstanden und akzeptiert hat, steht dem Kauf nur noch die Vielfalt der schönen Wellis im Wege, die man gerne seine Eigenen nennen würde.

 

 

Ein Wellensittich ist ein Schwarmvogel. Das bedeutet nicht, dass man sich gleich einen riesigen Schwarm anschaffen muss, um Wellensittiche haben zu dürfen. Aber wenn Du willst, dass auch dein Haustier glücklich wird, musst Du einem Wellensittich zumindest einen Partner holen. Denn der Mensch kann trotz aller Mühe keinen Welli-Partner ersetzen. Er kann sich nicht kraulen lassen, er kann auch nicht gefüttert werden, und von einer Liebesbeziehung als solche kann auch nicht die Rede sein. Daher ist im Regelfall dringend davon abzuraten, einen Wellensittich einzeln zu halten! Mehr dazu und zu den möglichen Erkrankungen, die damit verbunden sind, kannst du auch bei uns unter Haltung lesen.

 

Nun hat man sich für ein Wellensittich-Pärchen entschieden. 

 Wo sollen sie herkommen? Von einem Züchter? Aus einem Zooladen? Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Wir können euch hierzu nur einige Tipps geben. Ein Wellensittich aus der Zoohandlung ist in der Regel die preiswerteste und unkomplizierteste Variante. Mit diesen Preisen kann ein Hobbyzüchter meistens nicht mithalten. Jedoch muss man damit rechnen, dass das Tier aus der Zoohandlung mehr Zeit und Geduld benötigt, bis es relativ zahm wird. Die Züchter, die eine Zoohandlung beliefern betreiben meistens sog. Massenzuchten. Das muss nichts negatives heissen. Nur, wenn man eine große Anzahl an Vögel liefern muss, fehlt meistens die Zeit, sich um jedes Küken und um jedes Zuchtpärchen intensiv zu kümmern. Die Küken haben dann selten einen Bezug zum Menschen und kennen kaum die menschliche Hand. Die Ausnahme bestätigt natürlich die Regel.

Im Großen und Ganzen gilt: Unabhängig davon, woher die Küken kommen, sollte man penibel auf Haltungsbedingungen wie Sauberkeit, Platzverhältnisse, Futter und besonders auf die Gesundheit der angebotenen Vögel achten. Ein gesunder Vogel

 

 

  • hat ein glattes Gefieder
  • die Kloake ist nicht Kotverschmiert
  • die Augen sehen klar und sauber aus
  • Schnabel und Füsschen sind im normalen Zustand
  • ist aktiv und quirlig

Von einem Vogel, der nur aufgeplustert in einer Ecke sitzt ist abzuraten! Sie werden schnell merken, viele Anbieter scheitern leider schon bei Beachtung dieser einfachen Kriterien.

Die nächste Frage, die sich jetzt stellt, ist die bezüglich der Kosten. Hierauf kann man getrost antworten: Die für die Pflege und Haltung zweier Wellensittiche anfallenden Ausgaben sind nicht groß. Dennoch darf man die Anschaffungskosten und besonders die eventuell anfallenden Tierarztkosten nicht übersehen! Tierarztbesuche können je nach Krankheitsverlauf und Krankheitsfall entsprechend teuer werden, und es ist sogar empfehlenswert dafür eine monatliche Rücklage einzurichten.

Und nicht vergessen: Wellensittiche sind Vögel, und Vögel müssen fliegen! Am besten den ganzen Tag lang oder zumindest mehrere Stunden täglich. Natürlich beinhaltet das auch eine erhöhte Staubsauger-Abhängigkeit deinerseits, aber was macht man denn nicht alles für sein Haustier? :)