Der Spangle
Der Spangle (engl.:Paillette) ist ein Farbschlag, der vorallem die Farbanordnung auf der einzelnen Feder beschreibt, und somit nicht für die Farbe, sondern für die Farbzeichnung verantwortlich ist.
Die Vererbung des Spangles ist dominant. Daher gibt es sie in einfaktorig und zweifaktorig.
Das heißt, den Spangle kann es in allen anderen Farben und zusammen mit fast allen andern Farbkombination geben.
Man bezeichnet ihn auch sehr oft als gesäumt, oder man spricht auch oft von einem Saum beim Spangle, da eben genau dieser Rand
der Feder den Spangle von dem "Normalen" Farbschlag unterscheiden läßt.
1 faktoriger Spangle:
Wenn man sich mit der Farbschlagerkennung anfangs noch nicht so gut auskennt ist es sehr vom Vorteil sich hierbei
eine beliebige Feder auf dem Flügel des Vogels auszusuchen, und zu schauen, ob diese im inneren dunkler oder heller ist
als am Rand (Saum). Denn wenn diese einzelne Feder innen hell und außen dunkel ist, handelt es sich dabei um einen Spangle.
Achtung: Bitte nicht genau am Rand schauen, sondern nur ein paar mm davor.
Man unterscheidet nämlich zwischen
dem äußeren und inneren Saum (Rand). Der äußere Rand ist hell (weiß oder gelb) und der innere Saum bildet eine dunkle bzw. schwarze Schicht.
Hier mal ein Beispiel:
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links: Spangle GG grau (Cubie)
rechts: Normal hellgrün (Bitschki)
Auf den linken Bild kann man diese zwei Randschichten des Spangles gut erkennen:
Äußerer Rand: hell
Innerer Rand: dunkel
Viele sprechen also beim Spangle von einem dunklen Saum bzw. Rand. Damit ist dann im Allgemeinen der Innere Rand gemeint.
Ich nenne es auch gerne "andersherum gezeichnet".
Für die Entstehung dieser Farbschlagmutation ist das Melanin verantwortlich. Das Melanin ist ein Farbpigment, das die schwarze bzw. dunkle Farbe regelt. Dieses Melanin bündelt sich beim Spangle auf der Feder nur außen und bildet somit eine stark gezeichnete Linie im Gegensatz zur Mitte der Feder, welche weitestgehend melaninfrei bleibt.
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Zuweilen kommt es ab und zu auch einmal vor, dass man den Vogel nicht von hinten sieht und somit die Zeichnung nicht ersichtlich ist.
In diesem Fall gibt es für den Spangle noch zwei andere Indizien. Zum einen die weiß-silber aufgehellten Wangenflecken, die so nur noch bei den Schecken vorkommen.
Zum anderen haben die Kehltupfen die selbe Farbanordnung, wie die Flügel. Auf diese Art kommen die sogennanten "Bullseyes" zustande.
Bemerkung: Bullseyes sind nur bei Standard-Wellensittichen eindeutig zu erkennen. Bei Hansi-Bubis äußert sich das eher in Strichen.
Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch kurz die allgemeine Beschreibung der Spangles beifügen:
| Nasenhaut: | 1,0: blau |
| 0,1: blaß bis dunkelbraun | |
| Beine/Füßchen: | blaugrau |
| Kehltupfen: | schwarz, innn weiß bzw.gelb |
| Wellenzeichung: | gelb bzw. weiß, schwarz gesäumt |
| Auge: | schwarz mit Iris |
Quelle: Theo Vins, Das Wellensittichbuch
2 faktoriger Spangle (DF Spangle):
Bei dem doppelfaktorigem Spangle verschwindet die Zeichnung komplett. Daher erscheinen diese je nach Gundfarbe entweder weiß oder gelb. Weiß wären sie, wenn sie der Blaureihe angehören und gelb, wenn der Spangle zu der Grünreihe gehört.
Ein Beispiel hierfür ist Lumi, unser kleiner "Schnee"-Engel!
Der DF Spangle läßt sich leicht mit einem Ino oder einem Schwarzauge verwechseln. Um hier ein Verwechslung auzuschließen ist bei einem Spangle auf die Augen zu achten. Diese müssen spätestens nach der ersten Mauser eindeutig eine weiße Iris vorweisen (im Gegensatz zum Schwarzauge)
und im Allgemeinen nicht rötlich sein, wie dies beim Ino der Fall ist.
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Weiterhin ist bei einem DF Spangle immer ein Farbanflug zu erkennen (bei manchen mehr, bei manchen weniger).
Das heißt sie haben auf der Körperfarbe einen ganz leichten Farbschimmer, der die Grundfarbe erkennen läßt.
Ein Schwarzauge hat diesen Farbschimmer nicht. Rechts auf dem Foto ist genau dieser Farbanflug sehr gut zu erkennen. Er ist nur auf dem Köper vorhanden, im Gegensatz dazu bleiben die Flügel absolut Zeichnungs- und farbfrei. Bei diesem Foto deutet sich die Farbe hellblau an.
Hier mal ein Foto von unserer Lumi, einer DF Spangle Henne hellblau
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Auch hier die allgemeine Beschreibung nach Theo Vins:
| Nasenhaut: | 1,0: blau |
| 0,1: blaß bis dunkelbraun | |
| Beine/Füßchen: | hellblaugrau |
| Wangenflecken: | weiß |
| Farbe: | rein gelb bzw. weiß |
| Auge: | schwarz mit Iris |
Zum Abschluß noch ein hübsches Vergleichsfoto unserer zwei Stammesanführer:
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